Erbach (Donau)
Dreifeldhalle
Neubau multifunktionale Sporthalle mit Gymnastikraum für Schul- und Vereinssport
Bauherr
Stadt Erbach
Fertigstellung
2023
Außen Ruhe, innen Bewegung
Die Kleinstadt Erbach an der Donau wächst und somit auch ihr Bedarf an Infrastruktur für das örtliche Gemeinwesen. Die notwendig gewordene neue Dreifeldhalle für Schul- und Vereinssport ist kein rein funktionaler Zweckbau, sondern mit einladendem Vorplatz, freundlich gestalteten Zuschauerbereichen samt Bewirtungsmöglichkeiten und viel Transparenz auch ein Treffpunkt des Gemeindelebens mit enorm hoher Aufenthaltsqualität und integrativer Kraft.
Der offen gestaltete Zuschauerbereich wendet sich über großflächige, bodentiefe Verglasungen zur Stadt hin und auch in die weite Halle hinein. Vom alltäglichen Betrieb bleibt er unberührt; die Sportler nutzen einen separaten Eingang auf der Seite und profitieren dabei von kurzen Wegen. Der für Gymnastik vorgesehene, dennoch flexibel nutzbare Mehrzweckraum lässt sich über eine mobile Trennwand zum Foyer hin öffnen und in größere Veranstaltungen einbeziehen. Die fest installiert Zuschauertribüne bietet Platz für 300 Personen. Sitzelemente aus Holz mit begehbaren Glasscheiben transportieren Tageslicht in die Umkleideebene im UG und bieten überraschende Ein- und Ausblicke.
„Sport braucht Raum, Gemeinschaft braucht Orte, die Dreifeldhalle in Erbach bietet beides. Wer sie betritt, erlebt sofort ihre Großzügigkeit: Licht, Weite und Offenheit verleihen der Halle eine Atmosphäre der Leichtigkeit. Dieser Eindruck endet nicht im Foyer. Dieser Gedanke führt konsequent durch das Gebäude. Die begehbaren Glaselemente in der Tribüne bringen Tageslicht bis in die tieferliegende Umkleideebene und schaffen eine besondere Blickbeziehung zwischen den Geschossen. Auch das großzügige Treppenhaus unterstreicht dieses Raumgefühl. Besonders überzeugt das Zusammenspiel aus Licht, konstruktiver Eleganz und freundlicher Materialität. Ebenso bemerkenswert ist die soziale Qualität: Das flexibel nutzbare Foyer schafft Raum für Austausch und Begegnung. Die Jury schätzt, wie die Halle damit das Miteinander stärkt und zu einem lebendigen Ort der Gemeinschaft wird.“
Jurybegründung
Auszeichnung Beispielhaftes Bauen 2026 Architektenkammer Baden-Württemberg